"Forbes"-Magazin prangert FDA-Vorgehen an

05.09.2016

Die Tyrannei der kleinen Schritte

ein Artikel von Ernst Renner

Liebe Dampferinnen und Dampfer,
am 13. September erscheint im bekannten "Forbes"- Magazin ein lesenswerter Artikel über die FDA (Food and Drug Administration, USA), deren Regulierungen und die Auswirkungen.
Die Online-Artikel wurde bereits in der Mitgliedergruppe geteilt.

In der Einleitung beschreibt Steve Forbes das Wesen der Tyrannei und inwiefern sich einzelne Züge dieser auch in demokratischen Gesellschaften finden lassen.
In der Tyrannei geht es um Kontrolle, und auch in demokratischen Staatsstrukturen neigen Regierungen dazu, ihre Kontrolle unter dem Deckmantel der Hilfe für die Bürger in jeden Aspekt des Privatlebens auszuweiten. 
Kontrolle bedeutet, die Wahlmöglichkeiten der Bürger zu begrenzen und die Freiheit, etwas zu tun, zu beschneiden, und schließlich führt eine ständige Anhäufung von kleinkarierten, tyrannischen Regulierungen zu einem ultimativen Verlust der Freiheit.
So weit nun die Zusammenfassung der Einführung von Steve Forbes.

Das kommt uns doch bekannt vor, oder?
Ein Beispiel der Tyrannei der kleinen Schritte sieht  Forbes nun in den Regulierungen der FDA, die im März veröffentlicht wurden und im August in Kraft getreten sind. Nicht nur Hersteller von Dampfen und Liquids werden reguliert, sondern ebenso Kleinunternehmer, die sich auf die Herstellung besonderer Zigarren oder Pfeifentabake in ihren Manufakturen  spezialisiert haben. Auch diese werden unter die Räder der Regulierungen kommen und die Gewinner werden die Konzerne und Großunternehmen sein, die sich den zeitlichen und vor allem finanziellen Aufwand leisten können. Forbes sieht gerade in diesen Manufakturen und Kleinbetrieben das beste Beispiel, dass keine Unternehmung klein genug sein kann, um regulatorischer Tyrannei zu entgehen.
Die Regulierung der Dampfen bezeichnet er als mörderischen Skandal.
Forbes nennt die Dampfen ein Geschenk des Himmels für die Millionen Raucherinnen und Raucher, die den Umstieg auf eine risikoärmere Alternative suchen genauso wie sie Millionen von jungen Leuten davon abhalten werden, zur Zigarette zu greifen. Es gibt keinen glaubwürdigen Beweis des Gateway-Effekts.
Nun fallen alle Geräte, die nach dem 15. Februar 2007 auf den Markt gekommen sind, unter die Zulassungsverfahren der FDA, wobei ihre schlussendliche Zulassung noch nicht einmal garantiert ist. So mag man auch der neuesten Meldung Glauben schenken, nach der der Hersteller ProVape den Rückzug aus dem Markt überlegt.

Forbes schließt mit dem Satz: "Die Antipathie der FDA gegen die Dampfe beruht nicht auf objektiver Wissenschaft, sondern auf dem Aberglauben bestimmter Antiraucher- Dschihadisten."

Nun, liebe Dampferinnen und Dampfer, wir sehen, dass es die Dampfe in den USA trotz aller Horrormeldungen durchaus auch in positiver Weise in die Mainstream-Medien geschafft hat und immer mehr Fürsprecherinnen und Fürsprecher findet.
Aber wir dürfen uns nichts vormachen, auch unsere Regulierungsbehörden, sei es in Österreich oder in Deuschland, haben sich unkontrollierbare Macht in die Gesetze schreiben lassen.
Die Tyrannei der kleinen Schritte ist jederzeit auch bei uns weiter ausbaufähig. Die kommenden Verordnungen unterliegen keiner parlamentarischen Kontrolle.
Noch sind die Auswirkungen der TPD2, bis auf das Versandhandelsverbot,  nicht unmittelbar für uns Verbraucherinnen und Verbraucher spürbar. Noch dürfen wir, zumindest in den Raucherbereichen der Gastronomie dampfen. Aber es werden andere Zeiten kommen, ohne neue Geräte und mit Beschränkungen bei Liquids und Basen und Dampfverboten.

Wie wird die Branche , wie wird die Dampferszene darauf reagieren?
Werden wir es schaffen?
Es wird nur auf uns ankommen.
Und so geht mein ganz persönlicher Appell an die, die glauben, einen Kindergartenkleinkrieg führen zu müssen: Lasst es sein!
Bewegt Euch!
Motiviert die Dampferinnen und Dampfer!
Haltet zusammen!
Es bleibt nicht mehr viel Zeit.

Vape on! Euer Ernst